Umbau einer Brasserie in eine Bar

 

 

Eine typische Pariser Brasserie aus den 60er Jahren , im angesagten Quartier Montorgueil im Zentrum nahe dem Centre G. Pompidou, sollte in eine avantgardistische  Bar umgeplant werden.

 

Die Planung beinhaltet die Umstrukturierung des Erdgeschosses in eine Bar und des 1.Obergeschosses in eine Büroetage.

 

Die für eine Bar ungewöhnliche Grundidee  besteht in einer Raumarchitektur. Die wichtigsten Funktionen und Nutzungen der Bar konzentrieren sich in einem multifunktionalen Modul, welches durch seine Positionierung im Zentrum des Raumes zwei unterschiedlich große Raumteile und die Gestaltung der verbleibenden Flächen bestimmt. Aus der Formensprache des Raumelements entwickelt sich die Linienführung der Raumgestaltung. So werden die Bodenflächen des Eingangsbereiches und des Barraumes in die Wandflächen und Deckenfläche weitergeführt, der Fluß der Bewegung von einer Dimension in mindestens eine weitere passiert auch im Umraum des Raumkörpers über das brilliante Lackieren sämtlicher Oberflächen,  in denen sich das Möbel und die Interaktionen im Raum spiegeln.

 

So steht keine Fläche für sich, jede setzt sich in mindestens einer weiteren fort und ist Teil des gestalterischen Bewegunskreislaufs.

 

Standort:

Paris

Fertigstellung:

2003

 

Aus der Überlegung den langgestreckten Raum in drei geforderte Nutzungsbereiche zu gliedern -  Bar, Lounge und Internetbereich- wurde ein Gesamtkörper entwickelt, der diese Bereiche funktional und homogen verbindet. Ein zum Eingang orientierter spitzwinkliger Barteil mit einer elegant auskragenden Theke senkt sich zum Loungebereich als flacher Schenkel. Auf dessen Rückseite liegen getrennt durch eine Wand die 6 Internetplätze.

Um den formalen und inhaltlichen Fluß des Raummöbels aufzunehmen, formuliert eine Lichtfuge in der Decke und in der Rückwand des Raumes die Linienführung des Körpers.