Wettbewerb Polizeipräsidium, Ravensburg

 

 

Das neue Polizeipräsidium soll gemeinsam mit dem Polizeirevier in Ravensburg einen zeitgemäßen Standort an der Gartenstraße bekommen, der die bisherigen Bestandsgebäude ablöst. Diese sind in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den Ansprüchen an ein nachhaltiges und effizientes Gebäude.

 

 

Städtebauliches Gesamtkonzept:

Der Neubau orientiert sich mit seiner von der Gartenstraße sichtbaren 2-3 Vollgeschossen an den benachbarten Gebäuden. Es soll ein zurückhaltender Baukörper unter Berücksichtigung des bestehenden Geländeverlaufs entstehen, der die Funktionen Polizeipräsidium und Polizeirevier äußerlich ablesbar macht.

Der öffentliche Zugang des Polizeireviers befindet sich an der Gartenstraße. Die vorhandene Bushaltestelle „Kraftwerk“ wird gestalterisch durch den neuen Eingangsbereich eingefasst.

Betritt man das Gebäude gelangt man in die zentrale Eingangshalle. Die beide Höhenniveaus des Grundstücks werden über eine zentrale Treppenanlage miteinander verbunden – auf diese Weise „verzahnt“ sich der

Neubau mit dem Gelände. Die charakteristische, ansteigende Dachform mit zwei großzügigen Glasdächern prägt das äußere Erscheinungsbild. Der metallische Baukörper scheint auf der gläsernen Erdgeschossfassade zu schweben. Der in die Erde hineingeschobene  Sockel erscheint hingegen massiv und bildet einen spannungsvollen Kontrast zur restlichen Architektur.

 

 

Die Außenanlagen des Entwurfs gliedern sich in drei wesentliche Elemente: dem Parkplatz an der Gebäudenordseite, dem repräsentativen Schaugrün entlang der Gartenstraße sowie dem gestalterisch zwischen diesen beiden Elementen verbindenden Band. Dieses Band an überdachten Höfen und Eingangsbereichen markiert einerseits die Zugänge zum Gebäude und stellt andererseits einen Dialog zwischen Innen- und Außenraum her. Innen wie außen finden sich hier Elemente für den Aufenthalt.

Durch Baumpflanzungen entlang der Einfriedung wird in den rückwärtigen Teilen eine Privatheit der Freiflächen mit einhergehender ökologischer Aufwertung erreicht.

 

 

 

 

 

Standort:

Ravensburg

Jahr:

Februar 2021

BGF:

ca. 14.363,00m² oberirdisch

Leistungsphasen:

Wettbewerb

 

 

Schnitt Eingangshalle

Die Eingangshalle dient zum einen als Verteiler mit Durchblick auf beide Erschließungsebenen und erleichtert zum anderen die Orientierung. Hier könnten zusätzlich zum Raumprogramm geforderte Funktionen wie z.B. eine Sicherheitsberatung zum Einbruchschutz etc. angeboten werden. Intern werden beide Höhenniveaus barrierefrei über einen Aufzug miteinander verbunden. Sensible Bereiche werden über Personenschleusen separiert. Der Zugang des Polizeipräsidiums befindet sich auf der Rückseite und wird ausschließlich von den Polizeibediensteten über den vorgelagerten Parkplatz erschlossen. Durch die bauliche Trennung wird den erhöhten Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen – es kann nicht zu einer Durchmischung von Öffentlichkeit und Nutzern kommen. Durch den rückwärtigen Eingang wird der Zugang von den Besucherstellplätzen an der O.-E.-W.-Straße / Am Sonnenbüchel gewährleistet. Die geforderten überdachten Stellplätze werden teils unterhalb des Neubaus und teils unterhalb einer begrünten Dachplatte verortet die sich zur Gartenstraße mit dem Außengelände verschneidet. Die Notausfahrt an der Gartenstraße wird über eine großzügige Rampe sichergestellt. Diese könnte ebenso in Zukunft als reguläre Ausfahrt (mit der Einschränkung der einseitigen Fahrtrichtung) mit genutzt werden.

 

 

 

Grundriss 1.Obergeschoss

Straßenniveau

Niveau Parkplatz